Mai 132016
 

Heute: Sammy Deluxe – Weck mich auf (von 2001 und immer noch sehr aktuell! <3)

 

 

Wir leben in einem Land, in dem mehr Schranken steh’n, als es Wege gibt,
mehr Mauern als BrĂŒcken, die Stimmung ist negativ.
Und die Alten fragen: Warum rauch ich tÀglich Weed
und warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv?
Wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,
umgeben von Schildern, die uns sagen: Betreten Verboten!
Umgeben von Skinheads, die TĂŒrken und Afrikanern das Leben nehmen,
wĂ€hrend Bullen daneben steh’n, um Problemen aus dem Weg zu geh’n.
Umgeben von Jasagern, die alles nur nachlabern,
denen kaltes, dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern,
umgeben von KinderschÀndern, die grad mal BewÀhrung kriegen,
genau wie die scheiß Nazis, deren Opfer unter der Erde liegen.
Hat dieses Land wirklich nicht mehr zu bieten
als ein paar Millionen Arschgesichter mit ’ner Fresse voller HĂ€morrhoiden?
Die meinen, dies Land sehr zu lieben, doch sind nicht sehr zufrieden.
Paßt zu eurem Frust – oder warum seid ihr hier geblieben?
Ich muss mich von euch ganzen SchlappschwÀnzen abgrenzen,
all den ganzen Hackfressen, die mich jeden Tag stressen.
Es sind die gleichen Leute an der Spitze, die sich satt essen
und Minderheiten werden zur Mehrheit und trotzdem vergessen.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Man versucht uns stÀndig einzureden,
dass es noch möglich wĂ€r‘, hier frei zu leben.
Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Ich und du und er und sie und es sind
besser dran, wenn wir uns selber helfen.

Ich bin der Typ, der kurz nach Beginn der Party schon geht,
weil ich nicht feiern kann, solange ich in Babylon leb.
Wir haben miese Karten, regiert von Psychopathen,
verwaltet von BĂŒrokraten, die keine GefĂŒhle haben.
Kontrolliert von korrupten Cops, die oft Sadisten sind,
VerdÀchtige suchen nach rassistischen Statistiken,
gefĂŒttert von Firmen, die uns jahrzehntelang vergifteten,
informiert durch Medien, die’s erst zu spĂ€t berichteten.
Scheiß auf’n Unfall im Pkw, SchĂ€den von THC,
wir hab’n bald alle BSE.
Und du schaust noch auf dein EKG, bevor dein Herz stoppt
und denkst: ‚Auf’n dickes Steak hĂ€tt‘ ich trotzdem jetzt Bock.‘
Verdammt nochmal! GehirnwÀsche pur, rund um die Uhr,
und Vater Staat schlÀgt und vergewaltigt Mutter Natur.
Die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader
und haben ’nen Horizont von circa einem Quadratmeter.
Keine eigene Meinung, doch zehn eigene Ratgeber.
Die schwachsinnigen Scheiß reden als hĂ€tten sie’n Sprachfehler,
hoffen, die braven WĂ€hler zahlen weiterhin gerne Steuergelder,
doch ich bin hier, um Alarm zu schlagen wie’n Feuermelder.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Man versucht uns stÀndig einzureden,
dass es noch möglich wĂ€r‘, hier frei zu leben.
Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Ich und du und er und sie und es sind
besser dran, wenn wir uns selber helfen.

Was sagt wohl Schröder dazu? Ich glaub, ich ruf‘ ihn mal an.
Sag zu ihm: Gerhard, schau‘ dir doch unsere Jugend mal an.
Ein Drittel starrt mit offenem Mund auf ihre Playstations,
das zweite Drittel feiert im Exzess als Rave-Nation
abhÀngig von teuflischen pharmazeutischen Erzeugnissen,
weil sie nicht wussten, was diese scheiß Drogen bedeuteten.
Das dritte Drittel hĂ€ngt perspektivlos rum auf deutschen Straßen,
Kids mit dreizehn Jahren zieh’n sich schon dies weiße Zeug in die Nase,
die keine Ziele, aber nur TrÀume haben und das sind meist teure Wagen,
sie planen ihr Leben nicht weiter als heute abend,
denken zur Not geht es wie bei Nintendo noch neu zu starten,
scheißen drauf, ob sie bald sterben – wer will schon alt werden?
In diesem Land, in dem mehr Schranken steh’n als es Wege gibt,
mehr Mauern als BrĂŒcken, die Stimmung ist negativ.
FĂŒr die Alten: Darum rauchen wir tĂ€glich Weed
und deshalb sind ich und meine ganze Generation so depressiv.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Man versucht uns stÀndig einzureden,
dass es noch möglich wĂ€r‘, hier frei zu leben.
Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.
Menschen seh’n vor lauter BĂ€umen den Wald kaum.
Ich und du und er und sie und es sind
besser dran, wenn wir uns selber helfen.

©Samy Deluxe

 

Schönes Pfingstwochenende!

cat

 Veröffentlicht von am 13. Mai 2016 um 21:24  Kennzeichnung:
Mai 062016
 

Heute zwei wunderschöne Lieder. <3

The Chordettes „Lollipop“ & „Mr. Sandman“
Saturday Night Beech-Nut Show. February 22, 1958

 

Viel Spaß und ein schönes Wochenende!
cat

 Veröffentlicht von am 6. Mai 2016 um 22:52  Kennzeichnung: